Spatenstich an der Pützerau – Belastung steigt, Konzept fehlt

Spatenstich an der Pützerau Belastung steigt, Konzept fehlt
29.08.2025

Mit dem Spatenstich am 28. August begann offiziell der Bau einer sechsgruppigen Kita an der Pützerau. Schon zuvor rückten Bagger an, Baufahrzeuge belasteten die Straßen, jahrzehntealte Eichen wurden gefällt. Für die CDU-Fraktion ist dies ein weiterer Schritt ohne Lösung der zentralen Verkehrsprobleme. Der Bedarf an Kinderbetreuung ist unbestritten. Doch eine Kita dieser Größe ist für Lohmar neu und hätte ein tragfähiges Gesamtkonzept gebraucht. Genau das fehlt. Schon heute ist die Verkehrssituation in Pützerau, Südstraße oder Lerchenweg angespannt. Zusätzliche Hol- und Bringverkehre werden die Infrastruktur weiter überlasten. "Wir als CDU-Fraktion haben immer wieder gefordert, dass die Verkehrsfragen zuerst gelöst werden müssen, bevor gebaut wird. Nun steht der Bau, aber die Probleme bleiben ungelöst - auf dem Rücken der Anwohnerinnen und Anwohner", erklärt Ratsmitglied Florian Schröder.
Auch der Umgang mit den Betroffenen ist enttäuschend: Entscheidungen wurden ohne ausreichende Transparenz getroffen, Anwohner hatten kaum Gelegenheit, ihre Anliegen einzubringen. "Ein Kita-Ausbau ist notwendig, daran zweifelt niemand. Aber er darf nicht zu Lasten der Wohnqualität und der Sicherheit gehen. Wir hätten uns gewünscht, dass man mit den Bürgerinnen und Bürgern Lösungen sucht, statt über ihre Köpfe hinweg zu entscheiden", betont Tim Salgert, Vorsitzender der CDU-Fraktion.
Damit zeigt der Baustart: Der Wille zum schnellen Bauen wurde über Verantwortung, Konzept und Bürgerbeteiligung gestellt.