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01.04.2019

CDU Heide-Inger-Birk sucht den Dialog mit den Bürgern

Wohnen im Alter

Wird als ein Standort für eine Birker Altenheim diskutiert: Die Fläche am Ev. Gemeinzentrum und am Randes des Birker Sportplatzes im Neubaubereich "Auf dem Scheuel".

Am vergangenen Mittwoch, den 27-03-2019, diskutierte der Ortsverband mit Bürgerinnen und Bürgern in der Gaststätte Fielenbach in Birk verschiedene Konzepte zum Thema „Wohnen im Alter“. Zwei Vorträge beleuchteten die Thematik von unterschiedlichen Seiten.


Herr Jürgen  Karad – stellvertretender Vorsitzender der Seniorenvertretung Lohmar – kennt die Situation und Bedarfe in Lohmar und betrachtete verschieden Facetten der Veränderungen beim „Älter werden“.
Seine Zielemarker für altersgerechtes Wohnen sind der Verbleib im gewohnten Lebensumfeld sowie der Erhalt des sozialen Umfelds und Freundeskreises. Er stelle verschiedenen Arten von Wohngemeinschaften und altersgerechten Wohnformen vor. Wenn das Alter der Menschen fortschreitet zeichnen sich Altersheime oder Pflegeheime als Zukunftsmodell ab. Die altersgerechte Pflege wird immer wichtiger. Bezahlbarer Wohnraum auch für das Pflegepersonal ist ihm daher ein wichtiges Anliegen. Zusammenfassend fordert das Wohnen im Alter Wohnstrukturen mit verschiedenen Stufungen der Selbständigkeit, die - in Abhängigkeit vom gesundheitlichen Status - ein vernetztes Wohnumfeld erfordern.


Herr Michael Schleicher – Vorstandsmitglied des Mieterbundes Bonn -  zeigte auf,  wie altersgerechtes Wohnen im geförderten Wohnungsbau umgesetzt werden kann. Moderne, barrierefreie Wohnhäuser werden gerne von Investoren erbaut, gerade wenn eine öffentliche Förderung des Bauobjektes gegeben ist. Die Landesförderung bewirkt eine interessante Rendite für einen Investor und für die Mieter, bei denen die Stadt mitauswählen kann, eine moderate soziale Miete. Maßvolle lagekonforme Grundstückpreise der öffentlichen Hand unterstützen solche Bauvorhaben. Michael Schleicher wies darauf hin, dass die Mehrzahl aller Rentnerinnen und Rentner durch die gestiegen Einkommensgrenzen inzwischen  Anspruch auf eine Wohnung im geförderten Wohnungsbau hin. Es ist ihm ebenso ein Anliegen, in geeigneten Neubauwohnungen kleine Wohngruppen von pflegebedürftigen Menschen oder auch Demenzwohngruppen mit geeigneten Gemeinschaftsräumen in neuen Formen der Trägerschaft einzurichten.

  
Horst Krybus, Bürgermeister der Stadt Lohmar unterstützt die Vorschläge der Referenten, vermehrt  und vielfältig Wohnraum für ältere Menschen zu schaffen. Er wies auf aktuelle Projekte in Wahlscheid, Lohmar und Donrath hin. Als Kooperationspartner für ein Birker Altenheim, das sich viele Menschen in Birk und Umgebung wünschen, würde der Evangelischen Kirche entsprechender Wohlwollen entgegengebracht.
Altersgerechtes, vernetztes Wohnen würde allerdings noch viel mehr als „Wohnen“ bedeuten. Auch andere Bereich der Daseinsvorsorge (Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten) und die verkehrliche Erschließung sind zu betrachten: Die anstehende Zukunftswerkstatt in Birk werde hierzu Antworten und Richtungsentscheidungen liefern.


Auch in der anschließenden Diskussion mit den rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung war unstrittig, möglich  Veränderungen im Wohnumfeld möglichst frühzeitig zu planen und anzugehen. Nur – solang man gesund ist -  kann aus persönlicher Sicht geplant werden. Leider werde oft erst zu spät aus einer konkreten Situation heraus, bei schwerwiegenden Krankheiten entschieden.


Der Ortsverband der CDU wird den Dialog mit den Bürgen fortsetzen.

Dr. Bruno Brück, CDU Ortsverband Heide-Inger-Birk